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Abwracken ohne Prämie

Von Harald Keller, 31.08.09, 20:20h, aktualisiert 01.09.09, 18:14h

Am Donnerstag sendet RTL die 200. Folge von „Alarm für Cobra 11“. Die Action-Serie läuft schon seit 1996 und ist auch ein Exportschlager - mit soviel Erfolg wurde im deutschen Fernsehen selten Schrott produziert.

 Man tritt dem Filmproduzenten Hermann Joha wohl nicht zu nahe, wenn man behauptet, dass seine Firma „Action Concept“ reichlich Schrott produziert. Denn wie der Firmenname schon verrät, hat sich das Hürther Unternehmen auf aktionsreiche Film- und TV-Produktionen spezialisiert. Und dabei werden, das Genre will es so, Kraftfahrzeuge aller Art in einem Maße zerschreddert, als wolle man die Filmherstellung allein über die Abwrackprämie refinanzieren.

 

„Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei“ startete im März 1996 bei RTL und ist seither eine unerhörte Erfolgsgeschichte. Die zuletzt ausgestrahlte Staffel fand nach RTL-Angaben im Schnitt über vier Millionen Zuschauer. Aber nicht nur in Deutschland hat die serielle Blechschadenproduktion viele Freunde. In rund 140 Ländern kennt man die todesmutigen Helden der deutschen Autobahnen, unter anderem in Frankreich, Italien, der Türkei, Mexiko und China.

Den dortigen Zuschauern bietet sich jeweils ein tolldreistes Bild deutscher Polizeiarbeit. Mit welcher Art von Verbrechen es Autobahnkommissar Semir Gerkan (Erdogan Atalay) und seine wechselnden Partner - aktuell ist es Ben Jäger (Tom Beck) - auch zu tun bekommen, alles passiert auf dem asphaltierten Feld der Ehre: Action Concept verfügt seit 2005 auf Pachtbasis über ständig nutzbare zwei Kilometer Autobahn auf der Brache der Zeche Emil Mayrisch bei Siersdorf im Landkreis Düren. Und natürlich sind die beiden Ermittler bei Vorgesetzten, Versicherern und Rechnungsprüfern mehr als berüchtigt für ihren hohen Dienstwagenverschleiß wie auch dafür, dass sie bei ihren Einsätzen regelmäßig eine wahre Schneise der Verwüstung hinterlassen.

Es ist fraglos eine echte Jungenserie, mit Freude an schnellen Autos und am Kaputtmachen. Das alles wird allerdings mit höchster Professionalität in Szene gesetzt, die den TV-Schaffenden zwei „Taurus World Stunt Awards“ einbrachte, der höchsten internationalen Anerkennung für diese Sparte der Filmproduktion. Markenzeichen der Serie wie überhaupt der Firma Action Concept ist die handwerkliche Ausführung der Stunts. Vieles wird nach Art der alten Schule der Filmcascadeure umgesetzt, was erhebliches artistisches Können verlangt - auch von den beiden ursprünglich vom Theater kommenden Hauptdarstellern, die bisweilen auf Stuntdoubles verzichten. Inzwischen findet, wie bei bald jeder Filmproduktion, bei Action Concept häufiger der Computer Verwendung. Björn Gruber-Lamers von der Effekt-Abteilung erläutert: „Das ist sicherlich mehr als früher, weil wir jetzt ganz andere Möglichkeiten bekommen haben. Nichtsdestotrotz wird der größte Teil noch am Set gemacht, was die Stunts angeht. 3D oder sonstige Sachen kommen bei uns fast gar nicht vor.“

Am Donnerstag beginnt mit der abendfüllenden 200. Folge nun die 15. Staffel. Das Buch zum 90-minütigen Jubiläumsfilm hätte sich ganz ohne Computer kaum umsetzen lassen. Bei realer Ausführung wäre Köln um einige markante Gebäude ärmer. Überhaupt ließen sich Hermann Joha und RTL nicht lumpen: Die Geschichte nimmt ihren Anfang in Tokio, führt zu Kletterwänden der Eifel und nach einem Intermezzo auf der A 48 schwupps nach Köln, wo eine spektakuläre Verfolgungsjagd die Innenstadt erschüttert.

Gaststars wie Oliver Pocher, als Nervensäge mit Namen Oliver Sturm, Oona Devi Liebich und Collien Fernandes beleben das Geschehen, das von der Jagd nach einem tödlichen Virus und dem nötigen Gegenmittel bestimmt wird. Die besonders aufwändig produzierte Episode trägt den apokalyptischen Titel „Das Ende der Welt“. So schlimm wird's aber nicht werden - nächste Woche läuft die nächste Episode.





 

«Alarm für Cobra 11» feiert Jubiläum

Schauspieler Tom Beck (l-r), Comedian Oliver Pocher und Schauspieler Erdogan Atalay bei der Premiere © DPA

Schauspieler Tom Beck (l-r), Comedian Oliver Pocher und Schauspieler Erdogan Atalay bei der Premiere © DPA


Von Patrick T. Neumann
1. Sep 2009, 16:41

Hamburg - 3400 Autos wurden bisher zu Schrott gefahren, 850 Gangster verhaftet: Die RTL-Serie «Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei» steht seit 1996 für knallharte Action mit atemberaubenden Stunts.

 

An diesem Donnerstag (3. September, 20.15 Uhr) feiert die Produktion der Kölner Firma «action concept» ein Jubiläum: Die 200. Folge ist zugleich der Pilotfilm zur neuen Staffel, die RTL immer donnerstags direkt gegen die Konkurrenz von «Kommissar Rex» im ZDF ansetzt.

 

Mit bis zu fünf Millionen Zuschauern pro Folge und einem Marktanteil von um die 20 Prozent bei den werberelevanten 14- bis 49- Jährigen ist die actionlastige Polizeiserie seit Jahren ein Erfolgspfeiler im RTL-Programm. Hauptdarsteller Tom Beck (31), der mit seinem Kollegen Erdogan Atalay (42) das Polizistenduo Ben Jäger/Semir Gerkan spielt, glaubt, den Grund dafür zu kennen: «Weil es sich bei 'Cobra' um ein Actionformat handelt, das tragische und komische Elemente miteinander kombiniert und vereint. Diese Mischung ist einzigartig und nicht von einem amerikanischen Vorbild abgekupfert.»

 

Bei der ganzen Action fallen die Storys der Serie manchmal ein wenig hanebüchen aus oder neigen zum Größenwahn - so geht es im Pilotfilm um nicht weniger als die Rettung der Erde. In der Doppelfolge «Das Ende der Welt» berichtet der Verschwörungstheoretiker Oliver Sturm (Oliver Pocher) dem Ermittlerteam von einem Pharmaskandal, dem er auf die Spur gekommen ist: Es habe geheime Experimente mit tödlichen Viren gegeben. Der Unglauben der beiden knallharten Polizisten schlägt in Todesangst um, als sie selbst in einem geheimen Labor mit dem Virus infiziert werden, mit dem eine japanische Sekte einen Massenanschlag plante. Den beiden bleiben nur noch wenige Stunden, um ihr Leben und das Leben vieler anderer zu retten.

 

Doch zuvor lassen es die Jungs mal wieder ordentlich krachen. Bereits die ersten zehn Minuten sind gefüllt mit einer Sechs-Minuten- Actionsequenz: Nach einer wilden Verfolgungsjagd auf Quads im Eifel- Wald rasen die beiden Autobahnpolizisten in einem Motorboot über das Wasser, um am Ende über den Umweg eines Lkw-Daches wieder auf ihrer geliebten Autobahn zu landen - Massenkarambolage inklusive. «Der erste Stunt im Piloten ist sehr spektakulär und könnte Chancen auf eine Nominierung haben», sagt Atalay und meint damit eine Nominierung für den «Taurus World Stunt Award», die höchste Auszeichnung im Stuntgewerbe.

 

Bereits 2007 und 2009 gewannen Stunts aus der «Cobra»-Serie diese Hollywood-Auszeichnung, beide Male war Atalay mit von der Partie. Er ist seit der zweiten Folge der Serie dabei und macht viele Stunts selbst. «Das Interessante an dieser Arbeit sind die vielen unterschiedlichen Anforderungen, denen ich mich stellen muss. Durch die Stunt-Sequenzen werde ich immer wieder körperlich gefordert. Außerdem gerät Semir ständig in Extremsituationen, da kann ich viele Facetten der Figur zeigen» sagt der 42-Jährige.

 

Bislang hat die «action concept Film- und Stuntproduktion» von Stuntspezialist und Helikopterpilot Hermann Joha bereits fünf solcher Taurus-Preise gewonnen. Zahlreiche Actionformate im deutschen Fernsehen stammen von dem Unternehmen aus Hürth bei Köln, darunter «Lasko - Die Faust Gottes» oder die Serie «Der Clown». Doch nicht jedes krachende Format kommt beim Zuschauer gleich gut an. Während der prügelnde Kung-Fu-Mönch «Lasko» für RTL ein Quotenbringer ist, konnte die action-concept-Produktion «112 - Sie retten Dein Leben» am RTL-Nachmittag nicht überzeugen.

 

 

© 2009 dpa - Deutsche Presse-Agentur




Jubiläum

 

Flotte Sprüche im Kugelhagel

Von Cornelia Wystrichowski, 01.09.09, 19:24h

Beim RTL-Renner „Alarm für Cobra 11“ bekommen es die Autobahn-Polizisten in der Jubiläumsfolge unter anderem mit Oliver Pocher zu tun. Der mimt den Verschwörungstheoretiker Sturmi.


Was Harald Schmidt recht ist, kann seinem ehemaligen Mitstreiter Oliver Pocher nur billig sein: Während Schmidt schon TV-Klassiker wie „Traumschiff“ oder „Unser Charly“ mit Gastauftritten beehrte, spielt Pocher jetzt in der 200. Folge des Bleifußdauerbrenners „Alarm für Cobra 11“ mit.

 

Morgen zeigt RTL um 20.15 Uhr die Jubiläumsfolge von Deutschlands ältester Actionserie, in der Pocher als wirrköpfiger Verschwörungstheoretiker in einer klapprigen Ente vor schießwütigen Killern flieht und im Kugelhagel komische Sprüche wie „Hey, ich hab ne Bleiallergie“ klopfen darf. Die Spezialausgabe in Spielfilmlänge ist der Auftakt der 15. Staffel von „Alarm für Cobra 11“ und bietet wie immer ungebremste Action - geistig tiefergelegt, aber definitiv nicht langweilig.

Zwei coole Jungs von der Autobahnpolizei jagen Gangster, liefern sich dabei aberwitzige Verfolgungsjagden mit Autos, Lastern, Motorradrädern, Booten oder anderen Vehikeln, und in jeder Folge kracht es mehrmals gewaltig: Das Konzept der 1996 gestarteten Krimireihe ist ebenso simpel wie erfolgreich, bis zu fünf Millionen Zuschauer verfolgen das Boliden-Spektakel. Der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen liegt bei rund 20 Prozent - aber nicht nur die PS-verliebten Deutschen wissen die simplen Asphaltabenteuer zu schätzen, die Serie wurde mittlerweile in 140 Länder verkauft. Die Blech-Bilanz nach 200 Folgen: Insgesamt 3400 Autos wurden zu Schrott gefahren. Einmal jagten die Macher sogar 400 Kilogramm Torf und Sportplatzkreide in die Luft, um für eine Serien-Explosion eine ordentliche Staubwolke zu erzeugen. Seit 2005 dreht die in Hürth ansässige Produktionsfirma „action concept“ des Stuntspezialisten Hermann Joha viele Szenen auf einem eigens angelegten 2,3 Kilometer langen Autobahnnachbau in der Nähe von Düren.

Neben viel Blech und Sprengstoff hat der Überholspur-Klassiker, in dem Männer noch Männer sein dürfen und üble Blessuren stets mit lässig-witzigen Sprüchen abgetan werden, auch etliche Hauptdarsteller verschlissen.

Satire auf Verschwörungsfilme

Unter anderem klemmten sich in den vergangen Jahren Johannes Brandrup, Mark Keller, René Steinke und Gedeon Burkhard hinters Lenkrad. Dagegen hält Erdogan Atalay als Autobahnpolizist Semir Gerkhan bereits seit der dritten Episode durch, an seiner Seite gibt derzeit Tom Beck als Kommissar Ben Jäger Gummi. Oliver Pocher, der einen Tag später, also am Freitag, die RTL-Show „Fünf gegen Jauch“ moderiert und im Oktober seine Late-Night-Show bei Sat.1 startet, spielt in der Jubiläumsfolge einen schrägen Paranoiker und Ufo-Gläubigen namens Sturmi.

Der kommt zufällig einer ganz großen Sache auf die Spur: Eine japanische Weltuntergangssekte will mit einem Killergrippevirus, den ein profitgieriger Pharmakonzern entwickelt hat, die Menschheit ausrotten. Der Film ist nicht zuletzt eine Satire auf Verschwörungsfilme wie „Illuminati“, und Gelegenheitsschauspieler Pocher („Vollidiot“) hat als Amateuragent ein paar putzige Szenen, etwa wenn er durch eine Zeitung mit Gucklöchern spioniert.

In einer weiteren Gastrolle ist übrigens Viva-Moderatorin Collien Fernandes zu sehen.

Alarm für Cobra 11, „Das Ende der Welt“, Pilotfilm zur neuen Staffel: morgen, 20.15 Uhr, RTL.

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Hier findet Ihr alles über den Schauspieler Erdogan Atalay.
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